Verein für Vogelzucht und Vogelpflege Astrild Thun

Züchterbesuch 3. September 2016 in Gunzgen und Oftringen


Günter Studer erwartete uns 10.30 Uhr vor seinem Wohnhaus und lud uns gleich zum Café ein.


Im grossflächigen Garten führte er uns anschliessend zu seinen zahlreichen Volieren. Die meisten davon hat er selbst gebaut. So nach und nach mit verschiedene Baumaterialien. Die Vegetation in und um die Volieren ist bewusst naturbelassen. Da wachsen unzählige Futterpflanzen wie Brennessel, verschiedene Gräser und Wildhirse, deren Sämereien im günstigen Reifestadium geerntet und direkt gefüttert werden.


Jedes Aussenabteil ist mit einem kleinen Teichlein versehen wo zu gewisser Zeit Wasser fliesst. Dass darin Algen wachsen und sich auch Fluginsekten einfinden kommt wiederum den Vögeln zugute, Bemerkenswerte Zuchterfolge belegen das.


Nebst allen möglichen "gradschnäbligen" Raritäten wie: Kardinal, Ammern, Kronfink, Sonnenvogel, Brillenvogel, Bandfink ,Feuerweber mit Jungem im Nest, züchtet er auch Farb-Wellensittiche, Farbkanarien und Zebrafinken für "gewöhnliche" Vogelliebhaber.


Beim Mittagessen, Bratwürste vom Grill mit Kartoffelsalat, beantwortete uns Günter alle Fragen über seine Zuchterfolge. Im hellen Vogelzimmer präsentierte er zahlreiche Prachtfinken zum Verkauf. Wir konnten es nicht lassen zur Bereicherung unserer Ausstellung einige Vögel zu kaufen.




Um 14.15 Uhr empfing uns Heinz Hochuli mit den Worten: "Die Berner sind pünktlich, das glaube ich ja nicht, habe euch etwa um 4 Uhr erwartet"!


Sein Anwesen mit dem Umschwung war total verschieden zum vorher gesehenen. Die Volieren präsentieren sich als einheitliche, professionell erstellte Metallkonstruktionen. In etwa 35 Abteilen züchtet er vom Neophema bis Kakadu und Amazone alle möglichen Loris und Grosssittiche. Wir bewunderten Paare mit Jungvögeln zum Beispiel: Schwalben- Rotflügel- Pennant- Ziegen- so wie die superraren Hornsittiche und Gebirgsloris.


Die grossräumigen Aussenabteile sind fast ganzflächig mit durchsichtigen Wellplatten gedeckt. Nur entlang des Kontrollgangs ist ein Streifen offen vergittert. Darauf warf Heinz blaue Weintrauben, welche er direkt beim Vorbeigehen von der pergolaartigen Überdachung des Kontrollganges pflückt.


In einem separaten Vogelhaus sind in Zahlreichen Flug boxen alle möglichen Prachtfinken einquartiert, zum Teil im Zuchteinsatz.


Die Devise von Heinz lautet: Vögel welche er an Ausstellungen zu bewerten hat, will er nicht nur theoretisch, sondern praktisch als Halter und Züchter kennen.


Zum Ausklang bei Café und Kuchen kam auch das Fachsimpeln nicht zu kurz.




An dieser Stelle danke ich den beiden Züchterkollegen für ihre Bereitschaft uns zu empfangen und für die Gastfreundschaft.


Züchterbesuch 2016 - II © copyright Astrild Thun 2016